Hamburg Mataldayz 2012 Rolle vorwärts…Nachberichtet..

Im Rahmen des Reeperbahnfestivals gab es dieses Jahr heftig Metal auf die Ohren. Teil der Veranstaltung, leider nicht ganz auf der geilen Meile, aber immerhin zeitgleich, und in der Stadt explodierte das MarX und die Markthalle 3 Tage lang in Hamburg mit erhöhten Schalldruck.

Die Macher der Metaldayz waren die Veranstalter des Reeperbahnfestivals und die ICS die das Wacken Open Air seit nun 24 Jahren aus dem Hut zaubern. Die Handschrift war unverkennbar. Die Headliner und Stars waren wie auf dem WOA die Metalheads selbst, denen man Bands perfekt serviert hat. Das Lineup konnte sich sehen lassen: Audrey Horne, Avatar, Betontod, Callejon, Der Weg einer Freiheit, Devil’s Train, Dezperados, Diablo Blvd, Djerv, Doro, Endstille, Heaven Shall Burn, Megaherz, Neaera, Perzonal War, Rimfrost, Saxon, Stormwarrior, The Kandidate.

Weitere Fotos wie immer auf meiner facebook Fanpage : Link (freue mich über jedes *gefällt mir)

Workshops und ein leicht zugänglicher Meet&Greet Bereich direkt in der Lobby waren wirklich gut vorbereitet. Wichtig ist mir bei Konzerten natürlich die Stimmung und diese war wirklich familiär und gut. Bands waren in keiner Veranstaltung die ich besucht hatte bisher so nahe an Ihren Fans wie auf den ersten Metaldayz. Doro lief durch die Halle wie selbstverständlich durch die Menge zum Autogramme schreiben. Die Fans selbst waren ausnahmslos gut drauf. Die Tresen schenkten gut aus und es gab dennoch keine angeschlagenen Fans zu sehen. Die „Full Metal Army“ hatte sich neben einem Merchandisestand aufgebaut und sorgte allabendlich mit einer Gitarrenverlosung für Aufmerksamkeit.

Es gab wirklich sehenswerte Shows auf den Bühnen. Bei den Themen der Workshops kam es wieder heraus, Metal ist eben kein Mainstream und im Radio oder den Medien nicht angekommen. Interessant waren die Beiträge „Wie bringt man seine Band nach vorne?“ oder eben die Diskussionen rund um das Thema Business und Musik. Erstaunlich, so etwas auf einem Festival in der Stadt anzubieten, konnte doch jeder Metalhead einmal eine Frage loswerden, etwa bei den Veranstaltern und den Bands.

Es wurde natürlich über die Zukunft gesprochen, etwa über die Metalcruise 2013 die von Hamburg auslaufen wird und über Wacken 2013. Durch einen Leak auf einer Bandpage kam man mit der Überraschung fast nicht nach. Die Bekanntgabe weiterer Bands für Wacken war dennoch ein absolutes Highlight. Es stimmte also, Rammstein geben sich 2013 die Ehre auf dem heiligen Acker. Dazu kommen noch ASP, Eskimo Callboy, Soilwork, Die Kassierer, Bob Wayne, Candlemass, Hatesquad, Haggard, Ihsahn, Sonata Arctica, Scott Ian. 24 Stunden nach dieser Meldung war Wacken „sold-out“. Auch die Personalisierung der Karten wird sich nun bewähren müssen, denn Betrug am Fan gefällt den Veranstaltern überhaupt nicht.

Und immer wieder ging es in der Markthalle richtig los. Enorm motiviert waren die Bands die gegen die Headliner wie Saxon zeitgleich im Marx gespielt haben. Djerv, die in Wacken noch vor dem vollen Infield mit Dimmu Borgier auftischte war fast in einem Wohnzimmerkonzert plötzlich zum Greifen nahe und gab wirklich Alles hautnah und sehr gut.

Insgesamt war es also ein perfekter Start in Hamburg und es wird laut Pressemitteilung eine Fortsetzung geben in 2013. Die allgemeine Berichterstattung war für meinen Geschmack wirklich dürftig. Ausser in den bekannten Magazinen der Szene war es mir für diesen Markt schlicht zu dünn. Vielleicht ist da auch eines der Probleme zu sehen, das Metal ein Exot unter den Musikrichtungen ist. Dabei bemerkten ja Untersuchungen, dass in keiner Musikrichtung die Bildung der Hörer so hoch ist wie unter Metallern. Also fühlen wir uns halt ein bischen  elitär..;-)

Weitere Bilder sind auf der facebook Fanpage zu finden: Link

Zu meinem Bericht im Festivalhopper gehts hier – Link