Kinothriller 2014 *gefällt mir Film von Micheal Pate

Gefährliche Dreharbeiten – Am Set von *gefällt mir dem Thriller 2014 über ein bekanntes Social Network.

In diesen Tagen wird der mit zahlreichen deutschen Stars besetzte Thriller „gefällt mir“ (Kinostart 2014) in Norddeutschland gedreht.

Regisseur Michael David Pate und sein Team freuten sich am Set gleich über 3 kleine Sensationen.

Zum Einen steht Pate als einer von 12 Finalisten (official finalist) im Hollywood Screenplay Contest auf dem Treppchen und setzte sich im Bereich „Thriller“ mit seinem Drehbuch zu „Hell Frozen Over“ klar gegen die starke US-Konkurrenz durch. Dieser Schritt deutet bereits darauf hin, dass es noch mehr gute Storys aus der Feder des Regisseurs geben wird, die nicht zwangsläufig in Deutschland gedreht werden.

Bilder vom Drehort hier:

http://www.flickr.com/photos/dirkjacobs/sets/72157637191079486/

Zum Zweiten erreichte die Kostüm-Verantwortliche Patricia Walczak, fast zeitgleich die Nachricht, dass ihre für das ZDF produzierte Serie „Götter wie wir“, (Regie Carsten Strauch und Piotr Lewandowski Kamera Lars Petersen) den Deutschen Fernsehpreis gewonnen hat. Charles Rettinghaus dagegen hat mit seinem Film den ersten Preis beim New Mexico Fright Fest abgeräumt. *gefällt mir hat somit eine extrem erfolgversprechendes Potenzial für einen Konohit.

Gefällt Mir der Film

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Thrillerdreh *gefällt mir. aktuelles Werk Michael Pate und Miguel Pate wird derzeit in Norddeutschland gedreht. Ein Independent 90-Minuten-Thriller über die Gefahren des Internets und der Selbstjustiz - Ende 2013 in Heide Holstein mit Starbesetzung. Cast: Michael Pate, Isabella Vinet, Tobias Schenke, Charles Rettinghaus, Ronald Nitschke, David Gant, Udo Schenk, Dieter B. Gerlach, Heiko Mittelhäußer, Freshtorge, Hannah Olbert

Aber auch die restliche Crew am Set besteht aus Profis, von der Kamera die von Florian Geiss geführt wird, bis hin zur Produktion, die Florian Frerichs vor Ort dirigiert. So hatten am Set der Regisseur Michael David Pate und sein extra für eine Szene benötigter Actionregisseur ausreichend Zeit, in Ruhe mit den Akteuren zu arbeiten. Die einzige Uhr, an der man sich dabei orientierte, war die Sonne – wenn es um Außendrehs ging, die an verschiedensten Orten in Dithmarschen aufwendig aufgebaut wurden.

Bei allen Studio- und Innenaufnahmen dagegen spielte die Zeit kaum eine Rolle. Immer wieder kam es vor, dass bis nach Mitternacht gearbeitet wurde.

Die Einladung zum Set bot uns die einmalige Gelegenheit zu beobachten, wie weit die Regie ihre Akteure fordert und wie straff ein professionelles Team zu arbeiten in der Lage ist.

Noch viel mehr als bei hochdotierten Produktionen ist der Faktor Zeit im Fall des Thrillers „*gefällt mir“ tatsächlich bares Geld.

In Kino und TV scheint es inzwischen gang und gäbe zu sein, vergleichsweise schwache Drehbücher in finanzieller Sorglosigkeit durch immer mehr Mittel für Special Effects ausgleichen zu wollen. Dabei wird sehr oft die Story erstickt, und der Zuschauer bekommt das Gefühl, besten Teil bereits in der Vorschau gesehen zu haben.

Die Herausforderung für Pate und seine Produzenten besteht darin, durch Leistung, Geschichte und Schauspiel zu überzeugen und den Film spannend zu komponieren. Daher weht über den Dreharbeiten ein Hauch von klassischem Kinothriller, der dank einer gekonnt konstruierten dramaturgischen Kurve ohne viele Kinkerlitzchen auskommt.

Überzeugend hier beispielhaft die Darstellung von Isabella Vinet, die wie eigentlich alle Akteure –
in ihrer dramatischen Rolle absolut aufgeht. In der Rolle des Schandelmeyer spielt Ronald Nitschke , der noch in der vergangenen Woche die finalen Folgen zu „Breaking Bad“ synchronisiert hat, einen unheimlichen Charakter. Das Set schauderte unter seinen Blicken und Gänsehaut pur wurde live serviert.

Da die Szenen oft nicht chronologisch, sondern thematisch gebündelt und damit zeitlich versetzt gedreht werden müssen, lag das Wort „Continuity“ und damit die Logik der Geschichte ganz in der Hand und der Konzentration von Script und Regie.
Man stelle sich vor, man würde ein Musikstück aufnehmen und in Stücke teilen und müsste es dann wie ein Puzzle wieder zusammensetzen. Zu diesem Zweck entstehen am Set von „gefällt mir“ unzählige Handy-Fotos der Ausstatter, die in jedem Szenenbild und nach jeder Drehunterbrechung die Details wieder herstellen müssen, damit es im Film beim Schnitt wieder zusammenpasst.
So geht nicht eine ganze Szene wegen eines veränderten Details verloren.

Diese Arbeitsweise erfordert Erfahrung und hohe Konzentration des gesamten Teams, das hier die Regie unterstützt.

Dabei müssen Akteure und Macher gleichermaßen mit großen Sprüngen klarkommen.
Während an einem Tag Udo Schenk in einer Beerdigungsszene gefordert ist, wird es bereits einen Tag später actiongeladen und rasant.

Die Akteure auf dem Set „Verfolgungsjagd“ (mit den Schauspielern Tobias Schenke und Charles Rettinghaus sowie Germany’s-Next-Topmodel-Teilnehmerin Pauline Afaja) lieferten an diesem kühlen Herbsttag in Sachen Disziplin und Vorsicht hochprofessionelle Arbeit ab.

So gab es neben Kampfszenen und einem Schusswechsel eine Verfolgungsjagd über die nassen Dächer von Schrottfahrzeugen, die schließlich in einer Festnahme endete.

Tobias Schenke war hervorragend in Form und hechtete beinahe waghalsig über mehrere Fahrzeugwracks. Dafür gab es reichlich Szenenapplaus – und kalten Schweiß auf der Stirn der Verantwortlichen. Gerade wenn es um solche Bilder und Einstellungen geht, ist ein Schrottplatz ein Drehort, der an potenziellen Unfall- und Verletzungsgefahren kaum zu überbieten ist.

Die Besetzung des Films wurde offenbar sehr sorgsam ausgewählt. Der Cast besteht aus Isabella Vinet, Hannah Olbert, Internetstar Fresh Torge, Dieter B. Gerlach, Gedeon Burkhard, Charles Rettinghaus, Ronald Nitschke, David Gant (Braveheard), Rebecca Goldblat, Pauline Afaja, Sebastian Hülk (Inglorious Bastards), Udo Schenk, Judith Brandt, Kelly Meinhard, Sönke Möhring, Bruno Eyron, Heiko Mittelhäußer, Nasia Jansen, Felicitas Noack und Santiago Ziesmer, um nur einige zu nennen.

Der Film lebt natürlich auch von der Besetzung mit Figuren aus der Region. Patygäste in einer Bar oder Talkshowpublikum wurden vor Ort besetzt.

Die Komparsen zeigten hier vollen Einsatz und verleihen dem Film sein spezielles regionales Flair, das nicht allein durch die Wahl der Drehorte entstehen kann.

Produziert wird der Film u.a. vom Bruder des Regisseurs, Miguel Angelo Pate, der bereits 2011 mit seinem Kurzfilm „Bridges“ für die Independent Shortfilm Awards nominiert war. Miguel Angelo Pate arbeitete auch schon in 2 Produktionen für Quentin Tarantino, so zum Beispiel als Regieassistent beim Mammutprojekt „Django unchained“.

Weitere Informationen sind auf facebook unter /Gafällt-Mir auf der Webseite des Films und in der Datenbank des internationalen Films ImDb zu finden.

Man muss das Filmschaffen schon sehr lieben, wenn man sich auf das Abenteuer einer solchen Produktion einlässt. Denn eines wird nach 12 Stunden am Set klar: Es ist Schwerstarbeit für alle Beteiligten.

Dirk Jacobs Text/Fotografie – So erschienen im Friesenanzeiger Nov 2013

Links:
http://gefaelltmir-film.com/de/home.html
https://www.facebook.com/pages/Gef%C3%A4llt-Mir/327779803991175
http://www.imdb.com/title/tt2914786/

Friesenanzeiger Bericht – http://issuu.com/newmediaworks/docs/friesenanzeiger112013/1?e=2666513/5360598